Die Kriminellen sind im Datenklau einen Schritt weiter gegangen und haben einen Weg gefunden, Schadsoftware, sogenannte Malware, noch vor dem Verkauf auf Android Handys unterzubringen.  Bei dieser besonder perfiden Taktik haben Käufer dieser Handys keine Chance, die Malware zu beseitigen oder sie allein zu entdecken.

 

Android Malware: Wie funktioniert die Schadsoftware?

Die Malware auf den Android Handys betreffen das Modell N9500 des Herstellers „Star“. Von Werk an befindet sich darauf die Android Malware „Android.Trojan.Uupay.D“. Diese Malware tarnt sich dabei als die Anwendung Google Playstore und spioniert die Daten des Nutzers aus. Die Kriminellen haben dabei außerdem vollen Zugriff auf das Gerät und können beispielsweise Gespräche aufnehmen und die Kamera steuern. Die so erhaltenen Informationen werden dann auf einen Server in China gesendet und von dort aus vermutlich an andere Kriminelle weiterverkauft. Die Android Malware ist außerdem dazu in der Lage, weitere schädliche Anwendungen zu installieren. Auch ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen beseitigt den Trojaner nicht und bietet daher keinen Schutz. Die Malware ist bereits so in die Firmware des Android Handys integriert, dass sie sich nicht entfernen lässt.

 

Android Malware: Was wird nutzern empfohlen?

Verbraucherschützer legen Kunden nahe, bereits im Vorfeld vorsichtig zu sein. Ein Handy, dass in Ausstattung und Aufmachung dem neuen Galaxy S4 ähnelt, aber nur einen Bruchteil des Preises kostet, muss irgendwo einen Haken haben. Es wird vermutet, dass der niedrige Preis von 130 bis 165 Eure durch den Verkauf der gestohlenen Daten ausgeglichen wird. Käufer des betroffenen Android Smartphones sollen sich schnellstmöglich mit ihrem Händler in Verbindung setzen und das Handy möglichst nicht benutzen.